julia

„Achso, nur was mit Medien, ich dachte du studierst richtig…“, „Und was macht man dann damit so?“, „Ahja, du kannst ja nach dem Studium auch ein, zwei Praktika machen und erst mal Kinder kriegen…“ – diese und ähnliche Aussagen musste ich mir oft anhören, wenn meine Bekannten und Verwandten nach meiner Studienwahl fragten. Würde ich jetzt noch einmal nachhaken, ob sie sich an den Namen meines Studiengangs erinnern könnten, würde die Mehrheit wohl antworten: „Das war doch irgendwas mit Medien…“. Genauer gesagt war es der Bachelorstudiengang Kultur- und Medienbildung, nun seit schon fast einem Jahr abgeschlossen.

Um ehrlich zu sein, konnte ich die Frage „Und was macht man dann damit so?“ selbst nicht hundertprozentig beantworten. Der Grund war aber nicht, dass man nach dieser Ausbildung nichts machen kann, sondern eher, dass die Möglichkeiten quasi unzählbar sind. Zugegeben, hätte ich beispielsweise BWL, Jura, auf Lehramt oder Maschinenbau studiert – in den Augen einiger meiner Verwandten „ebbes gscheids“ – dann müsste ich mir nicht ständig vorwerfen lassen, eine „schwammige“ Zukunft zu haben. Aber ich frage mich: Wer sagt denn, dass es schlechter ist, nach dem Studium erst einmal seinen Platz in der Berufswelt zu finden? Außerdem – und das obwohl ich der „Generation Praktikum“ angehöre – kann ich doch behaupten, ganz gut in der Berufswelt angekommen und das dann doch ohne Praktikum (wie einige meiner KommilitonInnen im Übrigen auch).

Seit September absolviere ich in der PresseCompany ein Volontariat als Redakteurin und bin im Corporate Publishing-Bereich für zwei Fachmagazine verantwortlich. Seither habe ich mein „Irgendwas mit Medien-Dingens“ erweitern und ausbauen dürfen, indem ich jeden Tag etwas Neues dazulerne. Ich bin mir sicher mit meiner Ausbildungswahl doch „ebbes gscheids“ erreicht zu haben – und das Gott sein Dank ohne BWL. Trotzdem kann ich mich nach meinem Volontariat immer noch weiterentwickeln und mir diese Medienwelt vielleicht auch von einer anderen Seite anschauen. Mein Fazit also: Mir ist der Einstieg in die Berufswelt trotz (und Dank!) meines Studiums der Kultur- und Medienbildung gelungen und ich bin bei der PresseCompany richtig angekommen.

Übrigens bin ich hier nicht mal die Ausnahme: Janina, Bürokumpanin und Volontärin für PR, hat einen ähnlichen Weg hinter sich. Was sie studiert hat? Ach, irgendwas mit Medien…