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Tag: Social Media

Mir gefällt dieser Tweet nicht

 

Five people texting. Social media concept

Quelle: iStock

 

Als PR-Volontär ist es einer meiner Aufgaben, unsere Social Media-Kanäle mit interessanten Posts zu versorgen. Bei meiner Recherche nach neuem Content treffe ich immer wieder auf teilweise kuriose Fundstücke. So auch heute. Auf der Website des britisch-amerikanischen Nachrichten-Anbieters Mashable habe ich erfahren, dass der Kurznachrichtendienst Twitter seit Ende des letzten Jahres die Option anbietet, Beiträge mit einem virtuellen Daumen nach unten zu bewerten. „Mir gefällt dieser Tweet nicht“ heißt diese Option ganz konkret. Handelt es sich dabei um den sagenumwobenen Dislike-Button, dessen Einführung Facebook seit Jahren bekämpft? Das muss ich ausprobieren!

Auf unserem Twitterprofil @pressecompany teste ich die neue Option. Ich suche nach einem Tweet in der Timeline, der mir unpassend erscheint. Gefunden. „Mir gefällt dieser Tweet nicht“, gesehen und gedrückt. Dabei fällt mir auf, wie präzise dieser kurze Satz verdeutlicht, was ich von dem Beitrag halte. Während ich noch darüber nachdenke, ist er schon verschwunden. Stattdessen erscheint ein Vermerk: „Danke! Twitter nutzt das, um Deine Timeline besser zu machen.“ Bei der Option handelt es sich also nicht um einen Dislike-Button, wie ihn viele Social Media-User schon lange einfordern, sondern um eine Option, die den Newsfeed-Algorithmus beeinflusst. Schon länger ist klar, dass Facebook, Twitter und Co. nicht mit der Last In-First Up-Methode arbeiten, sondern ein komplexer Algorithmus darüber entscheidet, was wir sehen und was nicht. Was wir liken, teilen oder wie lange wir einen Beitrag anschauen, verarbeitet der Algorithmus, zieht daraus seine Schlüsse und entscheidet, was in der individuellen Timeline erscheint und was nicht. Das alles passiert ohne aktives Zutun der Nutzer. Mit der neu eingeführten Option bietet Twitter die Möglichkeit, den Algorithmus aktiv zu beeinflussen.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, Seiten, die unpassende oder nicht relevante Beiträge schreiben zu entfolgen oder sogar zu blockieren, aber oft wird der Gegenüber dadurch alarmiert (wenn auch nicht direkt) und es kommt zu unnötigen Auseinandersetzungen. Mit der neuen, viel leiseren Variante – Twitter „zählt“ keine Dislikes – haben Nutzer dagegen die Möglichkeit, ohne großes Aufsehen ihre Timeline zu lenken.

Allerdings sollte die Auswahl nur mit Bedacht erfolgen, da es keine Möglichkeit gibt, sie in Zukunft wieder rückgängig zu machen, wenn sie nicht sofort danach widerrufen wird. Denn es ist davon auszugehen, dass die Auswahl den Algorithmus durch das aktive Signal des Nutzers deutlich beeinflusst. Außerdem vergrößert sich durch die neue Option die sogenannte Filterblase, das heißt es werden nur noch Beiträge angezeigt, die dem persönlichen Denken und Empfinden des Nutzers zusagen. Kritische Stimmen gehen unter. In unserer heutigen Zeit, in der kritisches Denken ungemein wichtig ist, muss daher sehr genau darauf geachtet werden, wann man die Option anwendet und wann nicht. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum Twitter die Neuerung nicht an die große Glocke hängt und darüber hinaus, wie eine kurze Recherche ergab, auch nicht bei jedem Tweet zur Verfügung stellt. Während wir Twitter also helfen sollen, den Algorithmus zu beeinflussen, beeinflusst der Algorithmus, wie wir den Algorithmus beeinflussen können. Irgendwie gefällt mir das nicht.

#TwitterwallDeluxe

Während sich unsere Eventmanagerinnen auf der Golftour, Wohn-Küche und ImmoLounge tummeln, zieht es uns PRlerinnen dann doch eher auf Events wie die Social Media Night im Mercedes-Benz-Museum (oder wohl eher: VOR dem Mercedes-Benz-Museum, doch dazu später mehr). Zusammen mit meiner Kollegin Susi habe ich mich am Montag also auf die Vorträge von Günther Holtorf, der mit seinem Mercedes 300 GD in 26 Jahren über 900.000 km um die Welt gereist ist, Oliver Mahn, dem Geschäftsführer des Filmbüros Baden-Württemberg und Thorsten Mühl, dem Director Digital Marketing von der Walt Disney Company, gefreut.

Doch so interessant (manche) der Vorträge auch waren, möchte ich in meinem heutigen Beitrag auf etwas ganz anderes eingehen: Die Twitterwall. Berühmt, berüchtigt und vor allem: extrem unterhaltsam. Ihr stand ein Drittel der großen Leinwand für die PowerPoint-Präsenation zur Verfügung. Unter #mbsmn waren sämtliche Beiträge, die mit diesem Hashtag versehen getwittert wurden, für alle Zuschauer zeitgleich auf der Twitterwall sichtbar. Klingt so lustig wie es ist – und deshalb wurde auch fleißig in die Tasten gehauen! Der Nachteil: Sie kann extrem vom Vortrag ablenken. Der Vorteil: Sie kann extrem vom Vortrag ablenken.

IMG_7320

Was sich also „hinter den Kulissen“ eines solchen Events abspielt, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Deshalb habe ich für euch heute die aussagekräftigsten und repräsentativsten Tweets zusammengesucht und hoffe, ihr fühlt euch anschließend als wärt ihr selbst dabei gewesen 😉

Fakt ist: Jeder scheint sich in der Open Air Arena gleich wohl gefühlt zu haben. Kaum Platz genommen, wurden auch schon mal die ersten Bestellungen aufgegeben:

bestellung

bestellung3

bestllung2

Naja, probieren kann man es ja mal!

Nach und nach stellten alle fest, dass das so wohl nicht funktioniert und man sich selbstständig zum Stand bewegen musste. Nun gut. Auf ein Neues. Doch auch das schien irgendwie nicht für jeden zufriedenstellend zu sein:

Unbenannt

Nachdem der erste Hunger und Durst gestillt war, wurde die Twitterwall schnell wieder zur Nummer 1. Auch wir sind dem Gruppenzwang verfallen und haben die Chance genutzt, uns mal offiziell anzukündigen:

pressecompany

Aus Repräsentationszwecken blieben unsere Tweets vom Firmen-Account aus doch etwas begrenzt. So manch einer konnte die Gunst der Stunde scheinbar besser nutzen:

oma

Vielleicht wäre da ein Anruf zielgruppengerechter gewesen, aber gut.

Dann ging es Gott sei Dank auch langsam mit dem Programm los, dessen Qualität sich meiner Meinung nach übrigens sehr gut an der Anzahl der Tweets pro Minute messen lassen konnte. Sprich: Weniger war in dem Fall mehr. Nach der Einführung (=viele Tweets) fesselte  Günther Holtorf mit der Geschichte über die Weltreise mit seinem Mercedes „Otto“ die Zuschauer (=wenig Tweets). Eine ziemlich simple Regel, die die Beziehung von Anzahl der Tweets in Abhängigkeit von der Beitragsqualität herausstellt. Hier besteht allerdings ab einer gewissen Qualität keine direkte Proportionaliät mehr. Kurz: Bei extrem interessanten oder lustigen Vorträgen geht der Angriff auf die Twitterwall wieder los. Das beste Beispiel dafür war Herr Holtorf, der aufgrund seines Alters zwar Probleme mit der Technik hatte…

technik2

technik3

technik7

technik6

…offensichtlich aber nicht mit der Potenz (oder zumindest dem Interesse daran):

tiere

tiere2

So manch einer stellte dazu weiterführende Überlegungen an:

selbe frau

Neben Fortpflanzungstipps und den Aufrufen zur Rebellion gegen die Technik konnte Herr Holtorf auch durch sein Know-how in der Automechanik punkten:

tipp vom profi

Auch seine politischen Ansichten über Nordkorea hielt er uns nicht vor:

fetti

Und weil er so sympathisch war, wurde ihm auch vieles nachgesehen:

politisch korrekt2

politisch korrekt

Nicht ganz so nachsichtig war das Publikum beim zweiten Vortrag, der tatsächlich etwas unglücklich vorgetragen wurde, es zugegebenermaßen nach „Otto“ aber auch nicht leicht hatte.

interview

interview dialog

Doch soll man bekanntlich ja immer das Positive im Leben sehen und so machte der ein oder andere Zuschauer eben das beste aus der Situation:

pornostimme

Ich persönlich ging anders mit der Situation um und nutzte die Zeit für einen Gang zur Toilette. Dieser Entscheidung schlossen sich viele an, wenn sie leider auch nicht bei allen so glimpflich ausging wie bei mir:

furz

Jedoch taten sich für mich an anderer Stelle Schwierigkeiten auf. Zum Glück konnte die Twitterwall meiner Orientierungslosigkeit vorbeugen:

reihe 13

Jap, der galt mir… War aber auch wirklich groß, diese Arena! (An dieser Stelle: Vielen Dank an meinen Retter, ich sehe dir die grammatikalische Schwäche gerne nach!)

Ansonsten wurde die Zeit der mangelnden Aufmerksamkeit dazu genutzt, festzustellen, wie kalt es geworden ist:

kälte2

kälte1

kälte6

Irgendwann war dann aber auch mal

werbung ende

und der Vortrag von Disney wurde freudig erwartet. Aufschlussreiche Zitate bildeten die Zuschauer weiter:

disney

Winnie Pooh

Und obwohl dieser Vortrag eigentlich sehr interessant war, fehlte es dem ein oder anderen dann doch ein an wenig „Insiderwissen“:

insiderwissen

Nun ja, vielleicht ist da auch jemand mit den falschen Vorstellungen an die Veranstaltung gegangen. Ich für meinen Teil war jedenfalls froh, wieder auf meinen Platz zurückgefunden und einen interessanten Abend erlebt zu haben! :)

Sind Sie ein echter PR-Profi?

 

Susi_Blogbild

Kaffee trinken, Kontakte pflegen, Tabellen erstellen, E-Mails hin- und herschieben, Kaffee trinken, Pressemitteilungen verfassen und von einem Meeting ins andere hetzen –  PR kann doch jeder, oder? Weit gefehlt! Wir erklären, welche Voraussetzungen Sie erfüllen sollten, um in der PR ganz groß rauszukommen.

Sie wollen in der PR arbeiten? Prima, damit erfüllen Sie schon mal die erste Voraussetzung. Um in der Branche erfolgreich zu sein, sollten Sie aber auch auf jeden Fall…

…koffeinabhängig sein

Der erste Weg am Morgen führt den PR-Menschen zur Kaffeemaschine (hier empfiehlt sich ein Kaffeevollautomat, da dieser über den Tag verteilt mehr Abwechslung bietet). Erst dann kann der PRler entspannt den PC hochfahren und bei einem frischen Cappuccino seine E-Mails checken. Und keine Sorge, wem Kaffee nicht schmeckt: In der PR ist jedwedes koffeinhaltige Getränk erlaubt – von Cola bis Red Bull. Hauptsache Koffein.

 

…immer auf Zack sein

PR-Menschen stehen immer unter Strom – und das ist nicht nur auf den Koffeinkonsum zurückzuführen. Vier Meetings, zwei Pressemitteilungen verfassen, eine Pressekonferenz organisieren und zahlreiche endlose Telefonate am Tag, für den PR-Profi kein Problem. Drei Stunden Schlaf sind schließlich genug um am nächsten Tag wieder voll durchzustarten, wäre da nicht nachts um 4 Uhr der dringende Anruf des Kunden wegen einer Excel-Tabelle gewesen… Aber egal, Red Bull macht´s möglich!

 

…Excel-Listen im Schlaf erstellen

In der PR laufen oft viele Projekte zeitgleich – wie soll man da noch den Überblick behalten? Für PRler aber kein Problem. Um den Überblick zu bewahren werden eben Merklisten erstellt: To-Do-Listen, Projektlisten, Kundenlisten, Mediapläne, PR-Pläne und, und, und. Sollte dann doch die ein oder andere Information mal durchrutschen: Microsofts Excel ist eben auch nicht perfekt.

 

…ein echter Teamplayer sein

In der PR gibt es grundsätzlich immer einen Grund für eine Besprechung. Ob bei der Strategieentwicklung oder beim Brainstorming zu Projektinhalten, komplexe Themen erarbeiten sich einfach leichter im Team. Wer sich also nicht gerade 12 Stunden am Tag allein in sein Büro einschließen will, seine Kollegen am liebsten nur über die E-Mailadresse kennt und jedes Mal zusammenschrickt wenn das Telefon für eine Telefonkonferenz klingelt, könnte in der PR gerade richtig sein.

 

…immer up-to-date sein

PR-Menschen verfolgen 24 Stunden, 7 Tage die Woche die Nachrichten und gehören damit zu der Kategorie „News Junkie“. Wer mit einem PR-Menschen befreundet ist, braucht faktisch keinen Fernseher mehr. Sätze wie: „Hast du das gehört?“, „Hast du den Artikel schon gelesen?“ und „In der Sendung gestern wurde das auch heftig diskutiert“, stehen bei PRlern auf der Tagesordnung. Wer also beim Frühstück morgens lieber Candy Crush spielt als die Zeitung zu durchforsten, sollte sich lieber für eine Karriere als Game Designer entscheiden.

 

Social-Media-affin sein

Schon beim ersten Kaffee am Morgen steht das Smartphone nicht mehr still: Eine Twitter-/Xing- und Facebook-Benachrichtigung nach der anderen leuchtet auf dem Display auf. Face-to-Face-Kommunikation? Brauchen Sie nicht! Kollegen, Kunden und Unternehmen – in den Sozialen Netzwerken finden Sie wirklich alles. Und mit alles meinen wir auch alles: Schon mal in letzter Zeit eine Veranstaltungseinladung außerhalb von Facebook erhalten?

 

PR-Menschen sind also echte Überflieger, immer up-to-date, auf Zack, gut organisiert, modern bla bla bla…. Soweit so gut. Aber wer ist nun eigentlich für eine Tätigkeit in der PR-Branche geeignet? Im Grunde ist die Antwort ganz einfach:

Ihnen sind Begriffe wie Activity Report, Advertorial, Analyst Relations, Backlink, Best Practice, Boilerplate, Clipping, CMS, Corporate Design, Corporate Identity, Ghost Writing, Issues Management, Lead Agency, Lobbying, Road Show und White Paper keine Fremdworte? Herzlichen Glückwunsch, dann sind SIE ein echter PR-Profi!

 

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