PresseCompany Blog

Kommunikationsagentur aus Stuttgart

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Meine 3 schönsten Momente bei der Golftour

Die WOWI-Golftour ist geschafft. Das Fazit wird gezogen. Hier meine 3  schönsten Momente der Saison 2015:

  1. Glückliche Golfer

Was gibt es Schöneres als einen gelungenen Abschlag, ein kühles Bier in der Mittagssonne oder ein leckeres Abendessen in toller Atmosphäre?

Fazit: Wenn meine Golfer Spaß haben und glücklich sind, bin ich es automatisch auch!

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  1. Horizonte

Von Lüneburg über Düsseldorf, Potsdam, Odenwald, Pforzheim, Starnberger See und Weimar.

Fazit: Neue Orte, neue Sitten und Dialekte erweitern nicht nur Horizonte, sondern auch meine Lachmuskeln :)

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  1. Sonnenschein

Durchweg tolles Wetter und grüne Wiesen.

Fazit: Statt freitags im heißen Büro zu sein lieber in einem Golfcart über die Plätze kurven und nebenbei einen braunen Teint erhaschen.

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Doch das war noch nicht alles… Nachdem ich übers Wochenende meine Gedanken gesammelt habe, bringe ich meine weiteren Gedanken, Erlebnisse und Erinnerungen noch einmal etwas ausführlicher aufs Papier… ääähh… den Blog! :)

 

Presse(ist)arbeit und lohnt sich

In den letzten Wochen haben wir viel darüber gelesen wie wir hier in der PresseCompany Tag für Tag unseren Alltag bestreiten ­– mit viel Kaffee, ausgefallenen Mittagsessen-Bestellungen oder dem leidigen Fußballgesprächsthema am Mittagstisch. Aber jetzt mal Butter bei die Fische: Was machen wir hier eigentlich den ganzen Tag? Um an dieser Stelle mal etwas zu verdeutlichen, dass wir hier tagtäglich nicht nur Kaffee trinken und Schokolade futtern, werde ich mich daher heute mal einem etwas ernsteren Thema zuwenden und euch zeigen, dass wir nicht nur ein zusammengewürfelter Haufen unterhaltsamer (mehr oder weniger) Junggebliebener sind, sondern dass wir auch fachlich verstehen was wir tun.

 

Eine unserer Kernkompetenzen ist die Pressearbeit. Hier beraten wir hauptsächlich kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) aus der Wohnungs-, Immobilien- und Energiewirtschaft sowie der SHK-Branche. Immer wieder kommt in der Kommunikationsbranche leider die Frage auf, ob Pressearbeit für sogenannten KMU überhaupt sinnvoll ist und was darüber in der Realität erreicht werden kann. Dieser Frage nach der Sinnhaftigkeit und ob sich Pressearbeit auch für kleine Unternehmen lohnt, will ich an dieser Stelle nachgehen.

 

Pressearbeit – ja oder nein?

Große Firmen stecken oft große Budgets in die Pressearbeit ihres Unternehmens. Schließlich unterstützt eine professionelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit langfristig den wirtschaftlichen Unternehmenserfolg. Aber auch KMU profitieren von einer strategischen PR-Arbeit wie wir sie anbieten: Durch mehr Bekanntheit, ein besseres Image und eine nach außen gelebte Unternehmenskultur werden KMU attraktiver für Kunden, Partner, Investoren und neue Mitarbeiter.

 

PR für mittelständische Unternehmen wird noch immer unterschätzt. Dabei ist der Mittelstand die tragende Säule in Deutschlands Wirtschaft und steht damit im Fokus der Öffentlichkeit. Viele Unternehmer sind aber bis heute der Ansicht, dass Leistungen und Produkte in diesem Segment für sich selbst sprechen müssen. Dabei ist PR gerade für kleinere Unternehmen ein wichtiges Instrument: Eine fokussierte PR-Arbeit kann mittelständischen Unternehmen in Ergänzung zu anderen Kommunikationsinstrumenten dabei helfen, sich vom Wettbewerb abzuheben und in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Natürlich muss diese gezielt und in Übereinstimmung mit der Unternehmensstrategie erfolgen, denn nur dann kann sie Wirkung zeigen. Die Öffentlichkeit sollte das Unternehmen als solches wahrnehmen und über dessen Produkte und Dienstleistungen langfristig ins Gespräch kommen. Aber wieviel Pressearbeit ist für kleinere Unternehmen sinnvoll?

 

Schaffung einer Kommunikationsgrundlage

Gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen fehlt oft das Budget für PR und nur in seltenen Fällen verfügen sie über eine eigene Kommunikationsabteilung. Dennoch ist es besser etwas zu sagen, als gänzlich den Mund zu halten. Wer nicht von sich reden macht, über den wird auch nicht gesprochen. Dabei ist Bekanntheit doch eines der wichtigsten Ziele einer jeden Firma.

 

Unternehmen, die mit ihrer Unternehmenskommunikation ganz von vorne anfangen, haben die Chance zur Gestaltung. Sie können mit ein wenig Aufwand eine solide Kommunikationsgrundlage schaffen. Dafür bedarf es zunächst eines übergeordneten Kommunikationsfahrplans – Ziele und Zielgruppen müssen definiert und ausgearbeitet werden. Eine Kernbotschaft, die sich nachhaltig in den Köpfen der Zielgruppe verankert, muss gefunden werden. Ziele und Zielgruppe müssen aber in jedem Fall im Einklang mit der Unternehmensstrategie und den in der Unternehmensplanung oder im Business Plan festgeschriebenen Grundsätzen stehen. Unseren Kunden helfen wir, diese zu definieren.

 

Die Basis guter Pressearbeit

Zur Basis einer guten Pressearbeit gehört in erster Linie ein guter, aussagekräftiger Webauftritt, der auf die Bedürfnisse der (Fach-)Journalisten eingeht und sie schnell mit den wichtigsten Informationen versorgt. Ebenso gehören ein Journalistenverteiler mit den wichtigsten Medienkontakten, sowie eine breite Themensammlung für die Kommunikation dazu. Gegenüber großen, bereits bekannten Unternehmen haben mittelständische Unternehmen meist einen großen Vorteil, was den Informationsgehalt ihrer PR-Themen angeht: Die Produkte und die Innovationskraft von kleineren Unternehmen finden Journalisten oft spannender – es sind Geschichten, über die nicht jeder spricht. Für jede Story muss allerdings erst der richtige Aufhänger identifiziert werden, um den Redakteur für sich zu gewinnen. Eine Hürde, die oft langjährige Erfahrung voraussetzt. Denn nur, weil die Führungsriege vom Thema überzeugt ist, muss das noch längst nicht dem Journalisten gefallen. Hier gilt: „Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.“ Dabei können externe Kommunikationsdienstleister wie wir bei der PresseCompany helfen, indem wir Inhalte entsprechend planen und aus einem sachlichen Thema eine spannende Story stricken. Eine wirkungsvolle PR-Strategie baut nicht auf einer einmaligen Aktion auf, sondern sollte über einen längeren Zeitraum angelegt sein. Denn PR gleicht eher einem Marathon, keinem Sprint.

 

Zu Beginn ist es daher ratsam mit einem Experten die Weichen für eine zukünftige, fundierte Pressearbeit zu legen und eine zielgruppengerechte PR-Strategie zu erarbeiten. Neben der Expertise sind eine neutrale Sicht und die Unvoreingenommenheit eines externen Beraters bei der Strategieentwicklung durchaus sinnvoll. Bei der Umsetzung kann der wesentliche Teil aus dem Unternehmen selbst kommen, da dieses Inhalte und Standpunkte am besten überschauen kann. Für die Erstellung von Artikeln, die dann verschiedenen Medien angeboten werden, empfiehlt sich dann wieder die Neutralität eines externen Beraters.

 

PR-Maßnahmen definieren

Bei der Umsetzung der PR-Strategie gibt es auch für mittelständische Unternehmen eine breite Palette unterschiedlicher PR-Maßnahmen, die in die Kommunikationsstrategie eingebaut werden können. Das können beispielsweise Unternehmensbroschüren, Kundenzeitschriften, Sponsoringkooperationen, Veranstaltungen, Artikel über aktuelle Themen und bezahlte PR-Veröffentlichungen sein. Je nach Budget kombinieren wir diese für unsere Kunden und arbeiten sie zielgruppenorientiert aus. Damit nicht vorschnell teure Fehlentscheidungen getroffen werden, sollte die Auswahl jedoch erst nach der Erarbeitung einer Kommunikationsstrategie erfolgen. So sind Erfolge auch für kleine Budgets realisierbar.

 

Eine Maßnahme, an der von Anfang an kein Weg vorbeiführt, ist die Entwicklung eines Corporate Design (CD), das den Wiedererkennungswert des Unternehmens in der Öffentlichkeit forciert. Denn: Je größer dieser ist, desto mehr erleichtert dies die PR-Arbeit. Neben dem CD sind Pressetexte das, was der Zielgruppe am stärksten im Gedächtnis bleibt. Das Streuen von interessanten Texten mit hohem Informationsgehalt ist also eine Maßnahme, die als eine der ersten umgesetzt werden kann. Ein guter PR-Text trifft die Message des Unternehmens auf den Punkt und erweckt beim Empfänger unterschwellig ein Gefühl des Vertrauens und Verstehens für Produkte und Dienstleistungen.

 

Unterstützung vorhandener PR-Aktivitäten durch Social Media

Als Unterstützung der PR-Aktivitäten nutzen laut einer Studie des Branchenverbands BITKOM mittlerweile auch rund die Hälfte der Deutschen Unternehmen Social-Media-Kanäle als weiteres Kommunikationstool – wir natürlich auch. Durch die Integration vorhandener Webaktivitäten mit Social-Media-Kanälen lassen sich große Reichweitensteigerungen erzielen. Zudem sorgen kreative Kampagnen für maximale Aufmerksamkeit und Werbewirkung. Der Vorteil für mittelständische Unternehmen: Brandingkampagnen in Printmedien, Radio oder TV sind oft sehr teure und aufwendige Maßnahmen, originelle und gut geplante Social-Media-Kampagnen können dagegen wesentlich mehr Menschen erreichen, bieten vollständige Erfolgsanalysen und kosten nur einen Bruchteil von langlaufenden Printkampagnen.

 

PR steigert den Bekanntheitsgrad

Fazit: Unternehmenskommunikation kann auch mit kleinem Budget erfolgreich sein. Je nach Geschäftsmodell und Unternehmen sollte PR eine mindestens genauso wichtige Rolle einnehmen wie die Werbung. Die Wirkung ist langfristig angelegt und mit den Maßnahmen können komplexere Aussagen transportiert werden als in der eher plakativ ausgerichteten Werbung. Anders als Werbung, die oft den unmittelbaren Kaufanreiz stimulieren soll und sich auf das zu vermarktende Produkt beziehungsweise den Produktnutzen konzentriert, enthält PR nur indirekte Kaufsignale und fokussiert auf die Vermittlung von eher sachlichen und allgemein relevanten Informationen, trägt damit also spürbar zur Imagesteigerung bei. Eine professionelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kann so unterstützend bei der Markteinführung neuer Produkte oder der Erschließung neuer Vertriebskanäle wirken und den Aufbau von Bekanntheit und Image mittelständischer Unternehmen unterstützen. Als Experten helfen wir hier natürlich gerne weiter!

 

Sommer ade… Grüß dich, Sofa!

Feierabend-Radler im Biergarten, Grillen, Schwimmen, auf der Gartenliege entspannen und einfach draußen sein – leider ist es bald aber wieder so weit, der Sommer neigt sich dem Ende zu und wir müssen wieder andere Beschäftigungen finden, mit denen wir uns den Feierabend versüßen. Doch lange müssen wir nicht grübeln und erinnern uns zurück, wie wir es uns in den kalten Jahreszeiten (für mich persönlich gehören dazu Herbst, Winter UND Frühling) auf dem Sofa gemütlich gemacht haben. Über den Sommer vielleicht etwas verstaubt, aber hoffentlich noch funktionstauglich: Das Fernsehgerät. Nach einer qualitativen Befragungsrunde durch die Agentur kristallisierte sich heraus, dass ausnahmslos alle KollegInnen mehr oder minder zur heutzutage nicht seltenen Kategorie der Serienjunkies gehören. Trotzdem sind die Gewohnheiten verschieden und so bin ich einfach so frei und stecke meine Kollegen in die von mir konfigurierten Schubladen (wobei der ein oder andere auch vielfältig ist und die Ehre hat, sich zeitgleich in zwei Schubladen aufhalten zu dürfen 😉 ):

  • Die Sendertreuen

Bei Katrin und Jeannette sind nur 3 Tasten auf der Fernbedienung abgenutzt: Der An-/Ausschalter und die Knöpfe für RTL und Sixx. So sind beide bekennende GZSZ-Fans und schauen sonst einfach gerne Wiederholungen von Serien wie Sex & The City, Desperate Housewives oder Bones.

Zitat: „Da kommen einfach so viele Folgen auf einmal!“

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  • Die Bingewatcher (zu deutsch: Marathonkucker)

Boris, Christina, Jens, Janina, Susi und ich sind immer gern auf der Suche nach spannenden Serien und verbringen auch so manche Mittagspause damit, uns auf den neuesten Stand zu bringen und gegenseitig Empfehlungen auszuprechen. Hat uns erst einmal das Serienfieber gepackt, wird lieber auch öfter mal der Haushalt vernachlässigt, damit man auch abends noch vier Folgen Game of Thrones schafft. Zu den tauglichen Bingewatching-Serien gehören außerdem unter anderem House of Cards oder Breaking Bad. Und so freuen wir uns vor allem auch auf die Saison 2015/2016, denn sobald die neuen Staffeln von The Walking Dead, Game of Thrones, Sherlock oder The Big Bang Theory ausgestrahlt werden, laufen die Streamingdienste heiß und für ein paar Wochen sind die Winterabende gerettet!

Zitat: „Nein, nicht spoilern! Ich hab gestern nur zwei Folgen geschafft!“

 

  • Die Gezielt-Einschalter

Vereinzelt gibt es aber auch bei uns noch traditionelle Serienkucker wie Benni und Hannes, die sich die wichtigen Sendetermine rot im Kalender anstreichen und pünktlich vor dem TV sitzen um bei Homeland oder The Big Bang Theory up to date zu sein. Durch teilweise unpassend terminierte Sendetermine kann es nur leider bei dieser Art des Seriengenusses passieren, dass man die ein oder andere Folge verpasst.

Zitat: „Sind da auch selber schuld, wenn die meinen, die müssen da erst um 11 `ne Folge bringen…“

 

  • Die DVD-Leiher

Oder besser gesagt: die DVD-LeiherIN, denn zu dieser Kategorie passt bei uns nur Hanna. Sie leiht sich regelmäßig Serienboxen bei Verwandten und Freunden aus und läuft so aber auch oft in Gefahr vom Serienfieber gepackt zu werden und abendelang auf dem Sofa zu liegen, bis die Staffel Big Bang Theory durchgekuckt ist.

Zitat: „Aber 24 konnt ich nicht ganz durchschauen, das wird ja soo blöd!“

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  • Die Zapper

In diese Schublade passt wohl mehr oder weniger jeder, aber bekennende Zapper sind bei uns Benni und Susi. Der Begriff „Zapper“ muss in diesem Falle aber etwas abgeschwächt werden. Zwar wird zu einem beliebigen Zeitpunkt eingeschalten, aber gewisse Sender werden zu gewissen Zeiten vorgezogen, sodass Benni und Susi oft bei Pro7 landen, um Folgen von Serien anzuschauen, die man zwar schon oft gesehen hat, aber die immer wieder unterhaltsam sind.

Zitat: „Simpsons hab ich zwar schon fünf bis sechs Mal durch, aber das geht immer!“

Schubladendenken abgeschlossen, sehr schön. Im Endeffekt verfolgen wir doch aber alle das gleiche Ziel: Gut unterhalten zu werden oder auch „einschalten, um abzuschalten“. Solange es aber draußen noch angenehm ist, genieße ich Feierabend für Feierabend die Wonne der Sonne. Trotzdem – um für die unangenehmere Hälfte des Jahres gewappnet zu sein, ist es gut zu wissen, dass man KollegInnen mit ausgeprägtem Seriengeschmack hat :)

 

Stuttgart-Bashing – der Klassiker

Ein gutes dreiviertel Jahr ist es her, dass ich meinen bayerischen Schafkopf-Spezis und Bergsteigerfreunden bei Radi, Brezn und einer zünftigen Halben den Entschluss verkündet habe, von Augsburg nach Stuttgart rüberzumachen.

„Ja Himmisakra, Bierdimpfibazi, Deifi do scheichst di!“ maulten die Damen im Chor und unser weiß-blauer Himmel verfinsterte sich für einen Moment.

Postwendend bekam ich folgenden Witz zu hören:

„Ein Preuße, ein Bayer und ein Schwabe sitzen beisammen und trinken Bier. Da fliegt eine Fliege in das Bier des Preußen. Der Preuße verzieht sein Gesicht und schüttet das ganze Bier weg. Als nächstes fliegt eine Fliege in das Bier des Bayern. Der trinkt einen Schluck mit Fliege, spuckt sie aus und trinkt sein Bier weiter, ohne mit der Wimper zu zucken. Schließlich landet eine dritte Fliege im Bier des Schwaben. Dieser fasst die Fliege vorsichtig an den Flügelchen, fischt die sie aus dem Bier und faucht sie an: ‚Na los du Halbseggl, spucks wieder aus!‘“

Damit war also der vorurteilsschwere Erwartungshorizont skizziert, mit dem ich argwöhnisch meiner Zukunft in Stuttgart entgegenblickte.

Wenig später, bei meinem ersten Besuch in der Schwabenmetropole, war dann gerade Wasen. So schlimm wird es nicht werden, beruhigte ich mich: Hier fahren die Mitbürgerinnen und Mitbürger in Dirndl und Lederhosen U-Bahn. Ganz wia Dahoam. Außerdem liegt Augsburg weder in Oberbayern noch in Niederbayern sondern in Bayrisch-Schwaben… so unüberwindlich groß kann die Kluft ja gar nicht sein. Aber, Sie ahnen es: falsch gedacht. Und einige Monate nach meinem Abschied von Augsburg ist die unvermeidliche, die unumgängliche, die obligatorische, die zum guten Ton gehörende, die für jeden Neu-Stuttgarter – der guten Sitten wegen – verpflichtende Stuttgart-Bashing-Runde so langsam überfällig.

Na oiso! Samma´s:

Die Kehrwoche! Der Dialekt! Die Maultäschle! Die kafkaesken Betonwüsten! Die Häuslebauer! Die Sparsamkeit! Der Smog im Kessel! Die Wohnungsnot! Die schwäbische Alb: Früh übt sich, was ein ausgewachsener Berg werden will…!

Nachdem die gnadenlosen Klassiker unter den Stuttgart-Ressentiments damit eiskalt abgehakt wären, wenden wir uns sogleich – und mit einer Prise Feingefühl – meinen ganz privaten Erfahrungen zu:

Ich (im Büro, auf Provokation aus) verkünde zu Mittag lautstark „An Guadn!“ – woraufhin mir meine Kollegin Michi strahlend und in makelloser hannoveranischer Hochlautung „einen guten Appetit“ wünscht. Wie ich bald zu meiner großen Freude entdecke, haben wir einen weiteren Exilaugsburger im Team. Hannes, der wissend nickt, wenn ich „Riegele“ sage. Aufatmen: Ich bin nicht allein. Und von Knausrigkeit keine Spur. Schokoladen-Sharing steht bei der PresseCompany auf der Tagesordnung.

Aber dann verabredet sich die Agentur zum gemeinsamen Frühjahrs-Wasen-Besuch. Beim Vorglühen im Büro ein paar Zwiefache und Gschtanzl anstimmen? Keine Chance. In Dirndl beziehungsweise Lederhosen erscheinen nur Katrin, unsere Eventmanagerin aus dem Rheinland, Chef Rainer und ich. Meine alteingesessenen Kollegen klären mich auf: Der Württemberger, der „echte“ Württemberger wohlgemerkt, beäugt misstrauisch die Bajuwarisierung des Wasens und ist der Lederhosen und Dirndl-Mode gegenüber kritisch eingestellt. „Mhm…“ denke ich halblaut und nippe verstohlen an meinem Trollinger.

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Im Bierzelt angekommen treiben mich gleich mehrere Frage um: Was zum Geier haben die Maultäschle neben dem Brathendl auf der Karte zu suchen? Und seit wann heißt die Brezn Brezel? Besteht ein irgendein Zusammenhang zwischen Gewandung und Feierlaune? Immerhin: die Band singt im besten Allgäuerisch und das Publikum tanzt auf den Tischen.

Trotzdem, ich werde langsam sauer:

Sobald man auf der Landstraße die Grenze von Bayern nach Baden-Württemberg überquert hat, gibt es in jedem Dorf mindestens zwei hinterrücks installierte Blitzer. Was bitteschön, ist Gottlieb Daimler gegen Jakob Fugger? Nichts als ein leise verpuffender Puuups in der Wirtschaftsgeschichte! Bildet sich dieser Killesberg allen Ernstes ein, gegen die Fuggerei anstinken zu können? Was sind das Äffle und das Pferdle gegen Jim Knopf und das Urmel aus dem Eis? Und warum bekommt ihr Stuttgarter es nicht hin, ein vernünftiges Sauerteigbrot zu backen? Mit einer dicken, würzigen Kruste und innen nicht labbrig? Ist das denn so schwer? Werde ich für den Rest meines Lebens durch die ganze Stadt rennen, um in der Hofpfisterei-Dependance Brot zu kaufen, das von München in aller Herrgottsfrüh herangekarrt wird? Des is doch deppert! Und wieso kennt hier keiner den Fredl Fesl, Koflgschroa, Gerhard Polt und die Biermösl Blosn?

Allerdings:

Die Blaskapellendichte in der Region Stuttgart ist mit der des Bayerischen Oberlands voll auf Augenhöhe und wer morgens um sieben Uhr durch den Schlossgarten läuft, trifft dort auf Grüppchen von Senioren mit Kriegsbemalung, die Parolen für oder gegen Stuttgart 21 skandieren. Yay! Der Rock n` Roll lebt! PresseCompany-Redakteurin Julia geht am Wochenende zum La Brass Banda Konzert (Sauber sog i. Es besteht Hoffnung). Stuttgart ist zugleich Vorreiter in Sachen Nostalgie und Emanzipation: Im Mineralbad Berg – inzwischen bin ich eine glühende Verehrerin der original schwäbischen Retro-Badekultur – gibt es einen aus einem Kilometer Umkreis frei einsehbaren FKK-Sonnenbalkon nur für Frauen. Die Männer haben keinen. Auf diesem illustren Balkon tummeln sich die „Bergianerinnen“ zwischen 18 und 98 Jahren und machen Politik. Anschließend wird ernst gebadet. In Stuttgart gibt es eine Mops-Statue und die einzige freilebende Gelbkopfamazonen-Population außerhalb Amerikas. Dinkelacker, Wulle und Stuttgarter Hofbräu finde ich gar nicht schlecht und es ist schon vorgekommen, dass ich am Wochenende mit knurrendem Magen auf der vergeblichen Suche nach frischen Maultäschle durch Augsburg gestromert bin. Vor unserer Stuttgarter Wohnung wurde ein Tatort gedreht. Wie cool ist das denn?

Jetzt aber Obacht! Es wird kompliziert, denn ich gebe zu: Eigentlich bin ich gar keine „echte“ Augsburgerin. Ich bin in Würzburg geboren. Würzburg liegt in Franken und Franken gehört bekanntlich nicht so richtig zu Bayern. Und um das Dilemma auf die Spitze zu treiben, rücke ich zähneknirschend mit der ganzen Wahrheit heraus: Ich bin nicht einmal eine „echte“ Fränkin. Die Hälfte meiner Familie kommt nämlich spätestens seit dem 30-jährigen Krieg aus einem Kaff bei Schwäbisch Gmünd. Gefühlt schon seit dem Paläolithikum, aber das ist nicht sicher belegt. Die Schweden oder die Häscher der protestantischen Union (oder wer auch immer) haben seinerzeit alle Dokumente verbrannt. Meine Mutter hat es als einzige aus diesem Clan geschafft, sich aus dem schwäbischen Hoheitsgebiet und dem Dunstkreis von Linsen und Spätzle nach Würzburg abzusetzen. Und schon nach einer halben Generation bin ich – meinen schwäbelnden Wurzeln völlig entfremdet – wieder da.

Heiligs Blechle!

Und so schließe ich mit den versöhnlichen Worten: Schduggi, i mog di! (Echt jetzt!) Lang lebe die Flädlesuppe!

Aber das lasse ich mir nicht nehmen:

Für den Gang zum Herbst-Wasen rufe ich offiziell zu Dirndl, Lederhosen und der Einstudierung mindestens eines seriösen Trinklieds auf!

#TwitterwallDeluxe

Während sich unsere Eventmanagerinnen auf der Golftour, Wohn-Küche und ImmoLounge tummeln, zieht es uns PRlerinnen dann doch eher auf Events wie die Social Media Night im Mercedes-Benz-Museum (oder wohl eher: VOR dem Mercedes-Benz-Museum, doch dazu später mehr). Zusammen mit meiner Kollegin Susi habe ich mich am Montag also auf die Vorträge von Günther Holtorf, der mit seinem Mercedes 300 GD in 26 Jahren über 900.000 km um die Welt gereist ist, Oliver Mahn, dem Geschäftsführer des Filmbüros Baden-Württemberg und Thorsten Mühl, dem Director Digital Marketing von der Walt Disney Company, gefreut.

Doch so interessant (manche) der Vorträge auch waren, möchte ich in meinem heutigen Beitrag auf etwas ganz anderes eingehen: Die Twitterwall. Berühmt, berüchtigt und vor allem: extrem unterhaltsam. Ihr stand ein Drittel der großen Leinwand für die PowerPoint-Präsenation zur Verfügung. Unter #mbsmn waren sämtliche Beiträge, die mit diesem Hashtag versehen getwittert wurden, für alle Zuschauer zeitgleich auf der Twitterwall sichtbar. Klingt so lustig wie es ist – und deshalb wurde auch fleißig in die Tasten gehauen! Der Nachteil: Sie kann extrem vom Vortrag ablenken. Der Vorteil: Sie kann extrem vom Vortrag ablenken.

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Was sich also „hinter den Kulissen“ eines solchen Events abspielt, möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Deshalb habe ich für euch heute die aussagekräftigsten und repräsentativsten Tweets zusammengesucht und hoffe, ihr fühlt euch anschließend als wärt ihr selbst dabei gewesen 😉

Fakt ist: Jeder scheint sich in der Open Air Arena gleich wohl gefühlt zu haben. Kaum Platz genommen, wurden auch schon mal die ersten Bestellungen aufgegeben:

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Naja, probieren kann man es ja mal!

Nach und nach stellten alle fest, dass das so wohl nicht funktioniert und man sich selbstständig zum Stand bewegen musste. Nun gut. Auf ein Neues. Doch auch das schien irgendwie nicht für jeden zufriedenstellend zu sein:

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Nachdem der erste Hunger und Durst gestillt war, wurde die Twitterwall schnell wieder zur Nummer 1. Auch wir sind dem Gruppenzwang verfallen und haben die Chance genutzt, uns mal offiziell anzukündigen:

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Aus Repräsentationszwecken blieben unsere Tweets vom Firmen-Account aus doch etwas begrenzt. So manch einer konnte die Gunst der Stunde scheinbar besser nutzen:

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Vielleicht wäre da ein Anruf zielgruppengerechter gewesen, aber gut.

Dann ging es Gott sei Dank auch langsam mit dem Programm los, dessen Qualität sich meiner Meinung nach übrigens sehr gut an der Anzahl der Tweets pro Minute messen lassen konnte. Sprich: Weniger war in dem Fall mehr. Nach der Einführung (=viele Tweets) fesselte  Günther Holtorf mit der Geschichte über die Weltreise mit seinem Mercedes „Otto“ die Zuschauer (=wenig Tweets). Eine ziemlich simple Regel, die die Beziehung von Anzahl der Tweets in Abhängigkeit von der Beitragsqualität herausstellt. Hier besteht allerdings ab einer gewissen Qualität keine direkte Proportionaliät mehr. Kurz: Bei extrem interessanten oder lustigen Vorträgen geht der Angriff auf die Twitterwall wieder los. Das beste Beispiel dafür war Herr Holtorf, der aufgrund seines Alters zwar Probleme mit der Technik hatte…

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…offensichtlich aber nicht mit der Potenz (oder zumindest dem Interesse daran):

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So manch einer stellte dazu weiterführende Überlegungen an:

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Neben Fortpflanzungstipps und den Aufrufen zur Rebellion gegen die Technik konnte Herr Holtorf auch durch sein Know-how in der Automechanik punkten:

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Auch seine politischen Ansichten über Nordkorea hielt er uns nicht vor:

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Und weil er so sympathisch war, wurde ihm auch vieles nachgesehen:

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politisch korrekt

Nicht ganz so nachsichtig war das Publikum beim zweiten Vortrag, der tatsächlich etwas unglücklich vorgetragen wurde, es zugegebenermaßen nach „Otto“ aber auch nicht leicht hatte.

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Doch soll man bekanntlich ja immer das Positive im Leben sehen und so machte der ein oder andere Zuschauer eben das beste aus der Situation:

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Ich persönlich ging anders mit der Situation um und nutzte die Zeit für einen Gang zur Toilette. Dieser Entscheidung schlossen sich viele an, wenn sie leider auch nicht bei allen so glimpflich ausging wie bei mir:

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Jedoch taten sich für mich an anderer Stelle Schwierigkeiten auf. Zum Glück konnte die Twitterwall meiner Orientierungslosigkeit vorbeugen:

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Jap, der galt mir… War aber auch wirklich groß, diese Arena! (An dieser Stelle: Vielen Dank an meinen Retter, ich sehe dir die grammatikalische Schwäche gerne nach!)

Ansonsten wurde die Zeit der mangelnden Aufmerksamkeit dazu genutzt, festzustellen, wie kalt es geworden ist:

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Irgendwann war dann aber auch mal

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und der Vortrag von Disney wurde freudig erwartet. Aufschlussreiche Zitate bildeten die Zuschauer weiter:

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Winnie Pooh

Und obwohl dieser Vortrag eigentlich sehr interessant war, fehlte es dem ein oder anderen dann doch ein an wenig „Insiderwissen“:

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Nun ja, vielleicht ist da auch jemand mit den falschen Vorstellungen an die Veranstaltung gegangen. Ich für meinen Teil war jedenfalls froh, wieder auf meinen Platz zurückgefunden und einen interessanten Abend erlebt zu haben! :)

„Oooooh, wie ist das schöööööön!“ – oder auch nicht!?

Es ist mal wieder die Zeit im Jahr, auf die sich so ziemlich die ganze Männerwelt (und ein Teil der Frauenwelt) freut – Die Bundesliga fängt wieder an!

Nach knapp drei Monaten fußballfreier Zeit und einer spannenden Transferperiode haben die Nachmittage am Wochenende endlich wieder einen Sinn. Aber nicht nur die Wochenenden werden durch den Fußballsegen bereichert, denn nach jedem Spieltag werden mit den Kollegen die Spiele am Mittagstisch genauestens analysiert und besprochen. Oft endet dies aber mit einer schlechten Stimmung, da die meisten Lieblingsvereine nicht die gewünschte Leistung an den Tag legen und es dementsprechend viel zu meckern gibt!

Es wird aber nicht nur über das Fußballspiel an sich diskutiert, sondern über jegliche Themen, die mit Fußball zu tun haben: zum Beispiel über die Trikots der neuen Saison – und um genau die dreht sich mein Blogbeitrag! Als Fußballfan und Grafikazubi möchte ich meinen Senf zu den Tops und Flops der neuen Trikotdesigns geben!

Beginnen wir mit dem Traditionsverein aus dem Ländle und dem Lieblingsverein von Jens, Julia und mir – VfB Stuttgart

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Wie jedes Jahr werden wir von Puma nicht enttäuscht. Wir haben ein schlichtes Trikot bekommen mit einem sehr gelungenen und traditionellen Brustring, bei welchem auch die Rückennummern super sind. Das Heimtrikot im klassischen Weiß-Rot, das Auswärtstrikot in 2 Rottönen. Auch die Farben des 3. Trikots, den „Stuttgarter Farben“, sind sehr gelungen.

Fazit: TOP!

1. FC Kaiserslautern – Der Zweitligist hat letzte Saison die Relegation und somit die Chance auf den Aufstieg nur knapp verfehlt. Er ist der Lieblingsverein von unserem „Hip-Hop-Head“ Benni.

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Wie der Spitzname „die Roten Teufel“ schon andeutet, bekommt der 1. FC Kaiserslautern ein schlichtes rotes Heimtrikot mit einem weißen Polokragen und minimalistisch gehaltenen Karo-Elementen. Das Auswärtstrikot ist schwarz mit roten Details und hat eine sehr coole „Teufelsgrafik“. Nur das dritte Trikot der roten Teufel wirkt etwas komisch und erinnert stark an eine Zielfahne aus dem Rennsport.

Fazit: TOP! (Bis auf das 3. Trikot)

 

FC Augsburg – Der Verein, „den in Europa keine Sau kennt“, hat es in der letzten Saison auf Platz 5 geschafft und sich somit den sicheren Einzug in die Europa League gesichert. Er ist der Lieblingsverein von Hannes, der wie unser Kaffeejunkie Hanna aus Augsburg kommt!

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Das neue  Heimtrikot, das hauptsächlich weiß ist, weist sechs dünne rote und grüne (Vereinsfarben) Linien auf der linken Seite auf, die einen breiteren Streifen bilden. Das Auswärtstrikot ist überwiegend rot mit einem FCA-Wasserzeichen. Das dritte Trikot ist schwarz mit einem ähnlichen Streifendesign auf der linken Seite wie es das neue Augsburg Heim-Trikot hat, dieses Mal in Rot und Weiß.

Fazit: TOP!

 

SC Freiburg ­– Einer der Absteiger 15/16 der 1. Bundesliga und der absolute Lieblingsverein unserer Dauerkartenbesitzerin und „Hooligan-Kollegin“ Michi!

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Das Heimtrikot hat dieses Jahr ein ungewöhnliches schwarz-rotes Schachbrettmuster, das normalerweise komplett schwarz oder schwarz-rot gestreift ist. Das Auswärtstrikot ist komplett weiß mit einem schwarzen Streifen an der Seite.

Fazit: OK!

 

1899 Hoffenheim – hat knapp die Europa-League-Qualifikation verpasst und ist einer der unbeliebteren Vereine der Bundesliga.

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Das Heimtrikot kommt in Weiß-Blau-Rot mit einem sehr verwirrenden Streifendesign daher. Es sieht nicht sonderlich gut aus. Auch das Auswärtstrikot in neongelb ist alles andere als ansehnlich. Man könnte meinen, sie haben wie viele Kreisligamannschaften einfach den billigsten Trikotsatz gekauft, den es im Angebot gab. Einen großen Verlust wird Hoffenheim dadurch nicht machen, da sie ja kaum Fans haben, die die Trikots kaufen würden.

Fazit: FLOP!

 

VfL Wolfsburg – Der Vizemeister der Saison 15/16 spielt diese Saison in der Champions League.

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Ein schlichtes weißes Kappa Heimtrikot mit einem V-Design auf der Brust welches die Wolfsburger Farben trägt. Das Auswärtstrikot ist aber alles andere als Champions League. Eine grüne Grundfarbe mit dunkelblauen und weißen Streifen kombiniert mit weißem Kragen – wahrscheinlich eines der hässlichsten Trikots der Saison! Auch das dritte Trikot kann nicht sonderlich punkten. Eine blaue Grundfarbe mit einem Kreuz, gebildet aus weiß und grün. Wofür das Kreuz bzw. X steht weiß aber keiner.

Fazit: FLOP! (Trotz schönem Heimtrikot)

 

Phrasendreschen par Excellence

Print

Claims bzw. Slogans sind eine ganz wunderbare Sache, denn viele Unternehmen fragen sich nicht selten „Bin ich schon drin?“ (AOL) oder habe ich gerade das Nachsehen? Um seine Marke besser zu positionieren, sollte man sich nicht zurückhalten, sondern lieber nach dem Motto „Just do it!“ (Nike) handeln. Denn der Claim bzw. Slogan verdeutlicht das, was das Unternehmen oder die Marke mit seinen Kompetenzen und Werten auszeichnet. „Nicht immer, aber immer öfter“ (Clausthaler), behaupte ich. Sicher ist: Eine klare und direkte Sprache sowie eine schlichte, aber prägnante Aussage ergeben einen guten Claim bzw. Slogan. Man könnte auch sagen: „Weil einfach einfach einfach ist.“ (Simyo)

Was wäre also naheliegender, als das Beispiel von Volkswagen „Das Auto.“ Nun denken Sie vielleicht „Ich bin doch nicht blöd“ (Media Markt) – das kann ich doch auch!  Dann legen Sie los: „Nichts ist unmöglich.“ (Toyota) Achten Sie jedoch darauf, dass Sie sich nicht allzu sehr verzetteln. So geschehen bei Douglas, deren Slogan „Come in and find out“ zum anglizistischen Eigentor wurde. Von vielen übersetzt als „Komm rein und finde wieder raus“ rückt für die Macher dieses Glanzstückes „Ein Platz an der Sonne“ (ARD-Fernsehlotterie) wohl in ganz weite Ferne. Das aber auch ein (d)englischer Slogan nicht so ganz das Wahre ist, hat Schlecker mit „For You. Vor Ort“ bewiesen. Aber lassen wir das lieber.

Wenn Sie nun völlig verunsichert sind und lieber „Bitte ein Bit“ (Bitburger) bestellen würden – aber immerhin davon überzeugt sind: „Wir können alles, außer Hochdeutsch“ (Baden-Württemberg) – dann habe ich hier noch einen Geheimtipp für Sie: Sie wollen einen neuen Claim bzw. Slogan, sind aber gerade etwas knapp bei Kasse und nicht sicher, ob Sie ihre letzten Rechnungen „Schon GEZahlt“ (GEZ) haben? Dann lassen Sie sich doch von einem kostenlosen Claim Generator inspirieren: www.sloganmaker.de

„Vorsprung durch Technik“ (AUDI), wird hier noch groß geschrieben. Ein Algorithmus erledigt Ihre Denkarbeit und das in bester Schwabenmanier dazu noch ganz umsonst! „Geiz ist Geil“ (Saturn) ist schließlich Trumpf. Immer mit dem Ziel „Da werden Sie geholfen“, (Auskunft 11880) erhalten Sie nach Eingabe ihres Firmennamens bzw. Produkts skurrile, lustige und nicht selten peinliche Claim-Vorschläge. „Geht nicht gibt’s nicht“, (Praktiker) scheint hier das Motto zu sein. Aber mehr will ich an dieser Stelle auch nicht verraten. Probieren Sie es doch selbst und „Bild Dir Deine Meinung (Bild).“

Sollten Sie mit den Vorschlägen nicht zufrieden oder auch einfach der Typ sein, der eher nach dem Credo handelt „Weil ich es mir wert bin“ (L’Oréal) dann wenden Sie sich doch an uns. Denn: „Da weiß man was man hat.“ (Persil)

Punchlines für Fortgeschrittene

Seit mich meine Kollegin Janina in ihrem Blog-Beitrag vom 12. Juni als mutmaßlichen Hip-Hop-Head enttarnt hat, habe ich ein ernstzunehmendes Problem: Denn gewissermaßen hat mich diese Demaskierung ein Stück weit unglaubwürdig gemacht. Warum? Nun, schließlich war ich derjenige, der an dieser Stelle bereits wortreich gegen Anglizismen im Berufsleben gewettert hat. Jetzt stehe ich ganz schön dumm da – denn Rap-Musik ohne Anglizismen ist selbst für selbsterklärte Sprachpuristen wie mich ein Ding der Unmöglichkeit. Deshalb möchte ich diesmal sogar eine Lanze für einen englischen Ausdruck brechen, für den es zwar diverse deutschsprachige Alternativen gibt, von denen jedoch keine der wahren Bedeutung auch nur im Geringsten nahekommt. Wir reden von der „Punchline“, einer oftmals humorvoll formulierten Pointe, die für mich den besonderen Reiz ausmacht, wenn es um Hip-Hop geht.

Doch bevor ich diese These anhand einiger ausgewählter Beispiele untermauern werde, erlaube ich mir einen kleinen Einwurf in eigener Sache: Wenn Sie der Meinung sind, dass Hip-Hop anspruchslose Musik für bildungsferne Halbstarke mit Artikulationsproblemen ist, dann haben Sie jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder Sie steigen an dieser Stelle aus und warten auf den nächsten Blog-Beitrag oder Sie geben der Straßenpoesie eine Chance und erkennen, dass dieses Genre keinesfalls mit Möchtegern-Gangstertum gleichzusetzen ist, wie oftmals propagiert wird. Entscheiden Sie sich für Letzteres, werden Sie entdecken, dass längst nicht alle Rap-Songs anspruchslose Ich-bin-besser-du-bist-schlechter-Tiraden mit einem zwanghaften Hang zur Homophobie sind. Mir wurde das spätestens in jenem Moment bewusst, als der Hamburger MC Dendemann auf die tollkühne Idee kam, einen Doppelreim aus den Begriffen „Jägerschnitzel“ und „Megapixel“ zu basteln. Respekt! Selbst der kreativste Redakteur hätte hier wohl vergeblich gegrübelt…

Womit wir bei einem zentralen Thema angekommen wären, das ich zumindest aus Sicht unserer Kommunikationsagentur mit Sorge betrachte: Generell lässt sich feststellen, dass Hip-Hopper in der Regel keine PR-Beratung nötig haben. Die meisten wissen genau, wie sie sich richtig in Szene setzen, da ist die PresseCompany (fast) überflüssig.  Zu einem erfolgreichen Kommunikationskonzept gehört in jedem Fall die Selbstglorifizierung – sei es als Geschäftsmann, Produzent, MC oder Liebhaber. Kleines Beispiel gefällig?

JayZ

I sell ice in the winter, sell fire in hell,
I am a hustler baby, I’ll sell water to a well
(Jay-Z)

Das Unmögliche wahr zu machen, ist für einen MC eine Selbstverständlichkeit, wie wir aus diesen Zeilen herauslesen können. Wer hätte so jemanden nicht gerne in seinem Team? Ist doch ganz schön frustrierend, wenn einigen wenigen alles so leicht fällt und viele andere sich vergeblich abmühen. Aber keine Sorge, gemeinhin sind sowieso alle Anstrengungen umsonst, wie uns an anderer Stelle mitgeteilt wird:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Es ist wie Erfolg ohne Fehler, Golf ohne Schläger,
es ist unmöglich wie Formel-1-Fahren in `nem Golf ohne Räder

(Olli Banjo)

 

Bevor Sie allerdings den Eindruck gewinnen, Punchlines dienten grundsätzlich der Selbstverherrlichung, kann ich Sie beruhigen. Selbstreflexion und die Auseinandersetzung mit sozialen und gesellschaftlichen Gegebenheiten spielen in kaum einem anderen Musikgenre solch eine prägende Rolle wie im Hip-Hop – weshalb ich Ihnen zum Abschluss noch zwei besonders bemerkenswerte Zitate mit auf den Weg geben möchte:

An einem Ort, an dem man Diktatur für Stärke hält,
such‘ ich nach den frischen Radieschen in der Konservenwelt

(Olli Banjo)

oder

Casper

Kein Ärger und Mist, denn als merkten wir’s nicht:
Alltag ist Treibsand, du steigst ab je stärker du trittst

(Casper)

Dafür liebe ich Hip-Hop. Deshalb habe ich in meiner Jugend selbst zum Mikrofon gegriffen und gemäß Eminems Credo „I make music to make you sick of fake music“ um mein Leben gereimt. Jetzt ist es raus. Ob das meiner Kollegin Janina als Beweis reicht? Wir werden sehen. Oder um es mit Das Bos Worten zu sagen: „Ich bin am Ziel, ihr seid am Start!“

Quo vadis Mittagessen?

Blog-Bild_JT

Jeden Arbeitstag kurz nach 12 Uhr wird es in der PresseCompany unruhig. Denn für diejenigen meiner Kollegen (und mich :)), die es nicht schaffen sich von zuhause ein Pausen-Brot in einer Wickie-Lunch-Box mitzubringen oder sich auf dem Weg zur Arbeit schon einen Salat oder andersartigen gesunden Mittags-Snack zu organisieren, gilt ab spätestens 12:15 die ewig gleiche Frage: Was esse ich heute und wo bekomme ich es am schnellsten her?

Da dies nicht immer leicht zu beantworten ist, haben sich über die Jahre in der PresseCompany einige bewährte Lösungs- Ansätze etabliert, die ich hier kurz vorstellen möchte:

Option 1: Der Gang zum Supermarkt

In 80% der Fälle führt der Weg zur „Nahrung“ in den nahegelegenen EDEKA-Markt. Beliebteste Beute sind dort die fertigen Salate und Sandwiches sowie Energy Drinks. Aber diese einfach klingende Lunch-Option birgt auch ihre Tücken:

Die Auswahl: Wer hier eine reichhaltige Auswahl an Optionen für das Mittags-Menü erwartet, wird bitter enttäuscht.  Stattdessen sieht man sich 4 von 5 Tagen einem eingeschränkten Sortiment, das jedem DDR-Supermarkt zu Ehren gereicht hätte, gegenüber. Die Befüllung der Regale gehört zweifelsohne  nicht zur Kernkompetenz der Markt-Mitarbeiter. Dafür ist aber die Freude über ein neu befülltes Sandwich- oder Salat-Regal dann umso größer.

Die Kasse: Dort werden zur Mittagszeit bevorzugt nur die „Besten der Besten“ eingesetzt. Stoisch und Roboter-gleich wird jeder Kunde nach „Treuepunkten“, „Deutschlandkarte“ und dem optionalen „Kassenbon“ gefragt, denn Hektik und Stress prallt von den geübten Profis an der Kasse einfach ab. Auch wenn sich die Schlange der Wartenden durch den ganzen Markt zieht, Zeit für eine kleine Trinkpause oder das Gespräch mit der Kollegin ist immer drin.

Die Mit-Einkäufer: Auch oder gerade zur Mittagszeit trifft man während des Supermarkt-Besuchs vermehrt auf die „üblichen Verdächtigen“ der Mit-Einkäufer-Riege. Die bekanntesten Vertreter, die jeder kennt, sind wohl der „Nicht-Abwieger“ und der „Passend-Zahler“ (meist Menschen über 70).

Option 2: Döner, Falafel & Co.

Als Abwechslung zum alltäglichen Nahrungs-Trott zieht es die PresseCompany-Jäger meist einmal die Wochen zu den nahegelegenen orientalischen Imbiss-Etablissements. Dabei bevorzugt die (ausschließlich) weibliche Fraktion den Genuss vegetarischer Köstlichkeiten wie Falafel, Köfte nach 4000-jähriger Tradition oder die „tollen Salate mit Bulgur!“. Der männliche Teil wendet sich dabei meist kopfschüttelnd ab (Azubi Boris sogar mit einem gewissen Ekel!) und greift lieber  zum „echten“ Drehspieß-Fleisch im Brot beziehungsweise Yufka-Fladen.

Option 3: Risiko-Bestellung „Bambus Garten“

Die Bestell-Option hat sich in den letzten Monaten als Alternative für die dienstägliche Nahrungsbeschaffung etabliert. Vor allem durch die ihr eigenen unverwechselbaren Begeisterung von Frau Buchert und die regelmäßige Bestechung durch eine Tüte Mini-Frühlingsrollen, hat sich der asiatische Lieferdienst “Bambus Garten“  in die Herzen der PresseCompany-Mitarbeiter gekocht. Weder sein äußerst unzuverlässiges Online-Bestellsystem (wieso kann man bestellen und bekommt eine Bestätigung, wenn der Laden geschlossen ist?!) noch  die diversen Falsch- bzw. Fehllieferungen haben den sympathischen Bring-Dienst von nebenan aus dem Sattel werfen können. Die PresseCompany bestellt tapfer weiter!

Die Strapazen der täglichen Nahrungsbeschaffung sind aber schnell wieder vergessen, wenn alle um 12:45 Uhr mit dem Essen Ihrer Wahl am Mittagstisch sitzen und es endlich wieder um die wichtigen Dinge des Tages beziehungsweise des Lebens geht, wie die neueste Folge der Bachelorette und anderer geliebter Trash-Formate und natürlich Fußball! :)

 

Eine allzu außergewöhnliche Aneinanderreihung andersartiger Artgenossen

Morgens früh um 8
Jens hat schon Kaffee gemacht
Janina, die ist auch schon da
füllt Schokolade auf, wie wunderbar

Morgens früh um 9
kommt auch der Letzte noch herein
mit Ach und Krach
wurde Hannes also auch noch wach

Beim Mitarbeitermeeting um 10
kommen manchem schon kreative Ideen
euphorisch erzählt Rainer von allerlei Aufgaben
und lobt, was wir nicht alles so drauf haben

Um 11 macht Hanna schon die Runde
und verbreitet froh die Kunde
dass sie nun Mittagessen bestellt
und sammelt fleißig ein das Geld

Um 12 versammelt man sich in der Mitte
verspeist Nudeln, Salat, Wrap und Cremeschnitte
Susi und Christina planen schon die freien Tage
ermitteln Stuttgarts Partylage

Um 1 sitzen alle wieder an ihrem PC
Texte schreiben, layouten, managen etc
aus dem Damenzimmer schallt lautes Gelächter
Anja, Katrin und Jeannette als Gute-Laune-Verfechter

Um 2 schneit Michi noch hinein
„Guten Morgen Kinderlein!“
schallt es durch die Büros
doch bald muss sie schon wieder los

Dann um 3 ein kleines Mittagsloch
noch einmal literweise Kaffee gekocht
Eis wird gegessen, ein bisschen gelacht
und sich wieder an die Arbeit gemacht

Im Herrenzimmer wird es laut um 4
entweder geht es um Fußball oder Bier
Benni und Boris diskutieren volle Pulle
FCK, VfB, Augustiner oder doch lieber Wulle?

Um 5 herrscht Aufbruchstimmung allgemein
so ruft man „Schönen Feierabend!“ in jedes Büro hinein
manch einer redet von Parodie
doch das ist unser Tag in der PresseCompany

Julia Blog 2

Foto: www.JenaFoto24.de  / pixelio.de

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