Binaca

Eine Zehntelsekunde entscheidet über den ersten Eindruck – haben Sie das gewusst? Diese Information begegnete mir – jetzt, wo ich meine erste Arbeitswoche bei der PresseCompany bereits hinter mir habe – im Archiv von Spiegel-Online. Etwas großzügigere Quellen behaupten sogar, man habe um die fünf Sekunden, um bei seinem Gegenüber Punkte zu sammeln. So oder so – viel Zeit ist das nicht.

Brust raus – Bauch rein

Was also tun in dieser Zehntelsekunde: Brust raus, Bauch rein, lächeln und Daumen drücken. Das funktioniert vielleicht im Privatleben, wo man lediglich nett, im Härtefall vielleicht auch noch attraktiv auf eine neue Bekanntschaft wirken möchte. Wie aber wirkt jemand, der gerade steht und ausnehmend freundlich aus der Wäsche guckt, innerhalb eines Wimpernschlags auch noch kompetent, seriös, vertrauenswürdig, kreativ und engagiert – eben wie eine absolute Spitzenkraft?

Es wird Sie nicht überraschen: Was er von sich gibt, ist dabei nahezu egal. Nach einer vielzitierten Studie des amerikanischen Psychologen Professor Albert Mehrabian ist der Inhalt des Gesagten nur zu sieben Prozent für den ersten Eindruck maßgeblich. Was will man auch Kluges sagen in einer Zehntelsekunde. Sogar „Guten Tag, freut mich Sie kennenzulernen“ dauert bedeutend länger.

Die wesentlichen 93 Prozent des ersten Eindrucks entfallen auf die Körpersprache (Körperbau, Bewegungsabläufe, Haltung, Gang, Gestik, Mimik, Distanzverhalten), die Kleidung (Qualität, Stilrichtung, Passform, Farbe), die Sprache (Stimmlage, Klang, Modulation, Lautstärke, Dialekt, Wortwahl) und den Geruch (Parfüm, Körpergeruch). All das erfassen Menschen laut Spiegel beim ersten Kontakt innerhalb von Bruchteilen von Sekunden.

Punkte sammeln für Profis

Falls Sie sich gerade überlegen, wie Ihre Stimme wohl in den Ohren eines Anderen klingt, ob Sie garantieren können, dass Ihr Business-Outfit stets knitter- und fusselfrei ist oder ob Ihr Chef eigentlich Ihren neuen Duft mag – lassen Sie mich Ihnen ein kleines Trostpflaster liefern: Noch viel schwerer als für Sie als Einzelperson ist es für Unternehmen, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Plumpe Werbebotschaften, grelles Logo und nichts dahinter – das gibt Abzug. Öder Newsletter und unübersichtliche Website – da wird schnell aufs Kreuzchen oben rechts geklickt und auch eine Pressemitteilung mit sperriger Betreffzeile landet schneller im Papierkorb, als Sie „Guten Tag, freut mich Sie kennenzulernen“ sagen können.

Da ist es clever, sich einen Profi ins Boot zu holen. Das Team der PresseCompany jedenfalls kann definitiv mehr als lächeln und stramm stehen – so zumindest mein erster Eindruck. Das Schöne ist nämlich: Wie so oft im Leben gehören immer zwei dazu.