PresseCompany Blog

Kommunikationsagentur aus Stuttgart

Author: Jens

Kopfschütteln 2015

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Zurzeit komme ich einfach nicht aus dem Kopfschütteln und dem Hände vors Gesicht schlagen raus – so vieles läuft gerade schief in unserer Welt. Da kann und möchte  ich auch in meinem Blog nicht einfach zur launigen „Tagesordnung“ zurückkehren!

In den letzten Wochen hat es sich immer mehr seinen Weg aus meinem Inneren an die Oberfläche gebahnt: eine tiefe Enttäuschung über meine Mitbürger in (Ost-)Deutschland (Ja, ihr seid gemeint, ihr „besorgten“, xenophoben Wutbürger und Eurohasser, die ihr gerne noch das Wort „Neger“  benutzt und euch vor Kriegsflüchtlingskindern fürchtet!) aber auch das kleinstaaterische, nationalistische Gebaren in ganz Europa (Grüße an die Herren Seehofer, Orban, Cameron und Strache!) enttäuscht mich sehr.

Ich bin bedient! Was wurde aus der Idee einer europäischen, ja globalen Gesellschaft, die ich als Teenager in den 90er Jahren nach Ende des Kalten Krieges und dem Fall der Mauer noch für ein realistisches Ziel für die nähere Zukunft gehalten hatte? Heute – so scheint es mir – denkt jeder (sei es Privatmann, Staatsmann oder Staat) nur noch an sich und hat das große Ganze komplett aus den Augen verloren.

Als Optimist (ja, sieht man mir nicht gleich an! :) ) bleibt mir also nur zu hoffen, dass sich schnell wieder mehr Leute auf das große Ganze besinnen und mein Horrorszenario von tausenden abgeschotteter nationalistischer Kleinstaaten auf dieser Welt nicht bittere Realität wird.

#daumendrueck

Quo vadis Mittagessen?

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Jeden Arbeitstag kurz nach 12 Uhr wird es in der PresseCompany unruhig. Denn für diejenigen meiner Kollegen (und mich :)), die es nicht schaffen sich von zuhause ein Pausen-Brot in einer Wickie-Lunch-Box mitzubringen oder sich auf dem Weg zur Arbeit schon einen Salat oder andersartigen gesunden Mittags-Snack zu organisieren, gilt ab spätestens 12:15 die ewig gleiche Frage: Was esse ich heute und wo bekomme ich es am schnellsten her?

Da dies nicht immer leicht zu beantworten ist, haben sich über die Jahre in der PresseCompany einige bewährte Lösungs- Ansätze etabliert, die ich hier kurz vorstellen möchte:

Option 1: Der Gang zum Supermarkt

In 80% der Fälle führt der Weg zur „Nahrung“ in den nahegelegenen EDEKA-Markt. Beliebteste Beute sind dort die fertigen Salate und Sandwiches sowie Energy Drinks. Aber diese einfach klingende Lunch-Option birgt auch ihre Tücken:

Die Auswahl: Wer hier eine reichhaltige Auswahl an Optionen für das Mittags-Menü erwartet, wird bitter enttäuscht.  Stattdessen sieht man sich 4 von 5 Tagen einem eingeschränkten Sortiment, das jedem DDR-Supermarkt zu Ehren gereicht hätte, gegenüber. Die Befüllung der Regale gehört zweifelsohne  nicht zur Kernkompetenz der Markt-Mitarbeiter. Dafür ist aber die Freude über ein neu befülltes Sandwich- oder Salat-Regal dann umso größer.

Die Kasse: Dort werden zur Mittagszeit bevorzugt nur die „Besten der Besten“ eingesetzt. Stoisch und Roboter-gleich wird jeder Kunde nach „Treuepunkten“, „Deutschlandkarte“ und dem optionalen „Kassenbon“ gefragt, denn Hektik und Stress prallt von den geübten Profis an der Kasse einfach ab. Auch wenn sich die Schlange der Wartenden durch den ganzen Markt zieht, Zeit für eine kleine Trinkpause oder das Gespräch mit der Kollegin ist immer drin.

Die Mit-Einkäufer: Auch oder gerade zur Mittagszeit trifft man während des Supermarkt-Besuchs vermehrt auf die „üblichen Verdächtigen“ der Mit-Einkäufer-Riege. Die bekanntesten Vertreter, die jeder kennt, sind wohl der „Nicht-Abwieger“ und der „Passend-Zahler“ (meist Menschen über 70).

Option 2: Döner, Falafel & Co.

Als Abwechslung zum alltäglichen Nahrungs-Trott zieht es die PresseCompany-Jäger meist einmal die Wochen zu den nahegelegenen orientalischen Imbiss-Etablissements. Dabei bevorzugt die (ausschließlich) weibliche Fraktion den Genuss vegetarischer Köstlichkeiten wie Falafel, Köfte nach 4000-jähriger Tradition oder die „tollen Salate mit Bulgur!“. Der männliche Teil wendet sich dabei meist kopfschüttelnd ab (Azubi Boris sogar mit einem gewissen Ekel!) und greift lieber  zum „echten“ Drehspieß-Fleisch im Brot beziehungsweise Yufka-Fladen.

Option 3: Risiko-Bestellung „Bambus Garten“

Die Bestell-Option hat sich in den letzten Monaten als Alternative für die dienstägliche Nahrungsbeschaffung etabliert. Vor allem durch die ihr eigenen unverwechselbaren Begeisterung von Frau Buchert und die regelmäßige Bestechung durch eine Tüte Mini-Frühlingsrollen, hat sich der asiatische Lieferdienst “Bambus Garten“  in die Herzen der PresseCompany-Mitarbeiter gekocht. Weder sein äußerst unzuverlässiges Online-Bestellsystem (wieso kann man bestellen und bekommt eine Bestätigung, wenn der Laden geschlossen ist?!) noch  die diversen Falsch- bzw. Fehllieferungen haben den sympathischen Bring-Dienst von nebenan aus dem Sattel werfen können. Die PresseCompany bestellt tapfer weiter!

Die Strapazen der täglichen Nahrungsbeschaffung sind aber schnell wieder vergessen, wenn alle um 12:45 Uhr mit dem Essen Ihrer Wahl am Mittagstisch sitzen und es endlich wieder um die wichtigen Dinge des Tages beziehungsweise des Lebens geht, wie die neueste Folge der Bachelorette und anderer geliebter Trash-Formate und natürlich Fußball! :)

 

Wieso, weshalb, warum – der Jens-Blog

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Eigentlich hatte ich mich auf meinen Blog-Beitrag gefreut. Einfach mal schreiben, was mich so im Arbeitsalltag bewegt und vielleicht auch aufregt. Aber jetzt, kurz vor „Druckschluss“, ist diese Freude schweißnassen Händen und einem stetigen  „über was schreibe ich denn jetzt?“-Mantra in meinem Kopf gewichen. Ganz ruhig bleiben, sage ich mir, und einfach mal die Sure-Shots durchgehen:

  • Photoshop-Fails? Immer witzig. Ach, das hat ja meine Kollegin Christina schon gemacht!
  • Koffein-Abhängigkeit? Weiß auch schon jeder, dass wir hier in der PresseCompany Kaffee und Energy Drinks jeder Art sehr zugetan sind.
  • Schwierige Kunden und seltsame Kundenwünsche („Ich habe Ihnen meine genauen Vorstellungen in PowerPoint schon einmal vorbereitet“)? Möglich, aber eher unangebracht – wir sind ja immer noch ein Dienstleister! :)

Auch der Zuspruch und die guten Ratschläge meiner Kollegen halfen nicht viel. Ich war blockiert!

Dabei gibt es EINIGES, das mich dieser Tage bewegt und beschäftigt:

  • Wie viele Lebensjahre habe ich durch den Fast-Abstieg meines Lieblingsvereins VfB Stuttgart verloren? Und kommen meine ersten grauen Haare auch davon?
  • Warum schickt RTL Beate mit ihrer Mutter in einer eigenen TV-Show um die Welt und hinterlässt damit überall einen schlechten Eindruck von Deutschland?
  • Warum schreibt George R. R. Martin nicht einfach das sechste „A Song of Ice and Fire“-Buch fertig anstatt die Geschichte in der 5. Staffel der TV-Serie komplett zu verdrehen?
  • Warum ist im 21. Jahrhundert das Thema Homo-Ehe eigentlich immer noch eine so große Sache und seit wann ist religiöser Fanatismus und rechtsradikales Gedankengut plötzlich wieder „IN“?
  • Wann kommt mal wieder ein Film ins Kino, der KEINE Fortsetzung oder mehrteilige Verfilmung eines „weiblicher Teenie in düsterer Zukunft wird unfreiwillig zur Heldin und hat gleichzeitig Liebesprobleme“-Romans ist?
  • Warum schafft es unser Lieblings-Asia-Lieferdienst in über 70% der Fälle nicht, das bestellte Essen richtig oder im Worst-Case überhaupt zu liefern – und warum bestellen wir weiterhin dort?
  • Warum gibt es in keinem Supermarkt, in dem ich einkaufe, die neuen Haribo-Gummibärchen?
  • Wieso ist der LEGO Kwik-E-Mart immer noch so teuer (200 €)?
  • Ach ja und diese eine Sache, die mich schon seit Jahren bewegt bzw. verwirrt:

Warum können Amerikaner (oder ist das NUR meine Frau?) keinen Keks OHNE ein Glas Milch essen???????

 

Themen hätte ich also genug um 10 Blog-Beiträge zu füllen.

Aber: Relevanz in Bezug auf meine Arbeit? Fehlanzeige!

Die braucht es aber auch vielleicht gar nicht!

Denn wenn man wie ich als sogenannter „Kreativer“ arbeitet, ist es unerlässlich auch über den Tellerrand der eigenen Agentur und Kunden zu schauen, um sich immer wieder neue Ideen und Anregungen für zukünftige Projekte zu holen. Und dazu zählt auch, denke ich, sich mit den kleinen und großen Problemen und  Themen unserer Zeit auseinanderzusetzten, die Augen offen zu halten und sich seine eigenen Gedanken zu machen!

PS: Vielleicht schreibe ich an dieser Stelle dann doch noch eine regelmäßige Kolumne zum „Grantler der Woche“ in Anlehnung an meinen Helden Gernot Hassknecht aus der heute show! 😉

 GoT-Meme
Herr Martin, ich fordere eine Erklärung!

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