PresseCompany Blog

Kommunikationsagentur aus Stuttgart

Author: Christina

Und täglich grüßt das Murmeltier …

… oder die Signalstörung.

Wer täglich mit den Stuttgarter S-Bahnen unterwegs ist, kennt sie alle. Die Bandbreite an Entschuldigungen für eine Verspätung oder auch Ausfall sind kolossal: Stellwerkstörungen, Signalstörungen, Weichenstörungen, Streckensperrungen, Personen im Gleisbett. Man hat so seine Gründe. Nicht selten ist dieses technische Wunderwerk S-Bahn auch für skurrile Störungen anfällig. So lassen es metallbeschichtete Luftballons zur Wasenzeit gerne mal so richtig krachen und legen dabei schon mal den gesamten Nahverkehr lahm. Aber nicht nur der Wasen bringt die S-Bahnen aus dem Takt.

Laut offizieller Statistik der Deutschen Bahn waren bis zum Ende des Volkfestes 2015 in Stuttgart 76,5 Prozent aller S-Bahnen weniger als drei Minuten verspätet, 90 Prozent der S-Bahnen hatten weniger als sechs Minuten Verspätung. Auch eine Taktik der Bahn: Wenn sie doch mal pünktlich kommt, freut man sich darüber umso mehr. Schließlich wird es mit der Einfahrt der S-Bahn erst so richtig spannend. Und zwar vor allem zu Stoßzeiten wie morgens oder abends. Wer zuerst kommt, fährt wohl zuerst. Bewährte und neue Taktiken so schnell wie möglich in die Bahn zu gelangen, werden dabei tagtäglich aufs Neue zelebriert. Die „Reise nach Jerusalem“ erreicht dadurch plötzlich ganz neue Dimensionen. Wer nicht sofort einen Sitzplatz ergattert, verwurzelt nicht selten direkt mit dem Boden – ganz nach dem Motto hier steh ich, also bin ich. Und zwar ungeachtet von Lichtschranken, Nebenstehenden oder Menschenmassen, die ebenfalls versuchen in die Bahn zu gelangen.

Hat man nun einen Platz erobert, fällt sofort auf: die neuen S-Bahnen sind wirklich schick, aber technisch wohl noch nicht ganz ausgereift. Die anfangs argen Probleme mit den Schiebetrittbrettern (Warum gab es die nochmal?) wurden entfernt. Also die gesamten Schiebebretter. Moderne Fahrplan-Displays zeigen aktuelle Verspätung nun live an und LED-Lichter erhellen gerade in der trüben Winterzeit  die S-Bahnen in einer Stärke, dass jede OP-Saal-Beleuchtung sich in Grund und Boden schämen würde. Am beliebtesten bei allen Fahrgästen ist aber ungeschlagen das dauerpräsente „Piep, Piep, Piep“. Klar ist:  Ein Warnton vor sich öffnenden oder schließenden Türen kann durchaus eine sinnvolle Sache sein.  Bei der „rasanten“ Geschwindigkeit mit der sich die Türen in den neuen S-Bahnen sowohl öffnen als auch schließen, darf das System aber durchaus hinterfragt werden. Besonders dann, wenn das piepen auch bei geschlossenen Türen auf maximaler Lautstärke weiterläuft. Ignorieren unmöglich – ähnlich wie bei Handygesprächen von fremden Mitfahrern, bei denen man Dinge erfährt, die man eigentlich gar nicht so genau wissen will.

Hat man es dann doch bis zum Ziel geschafft, freut man sich hingegen umso mehr. Endlich geht mal wieder was voran und zu erzählen gibt’s auch noch was. Worüber lässt sich auch sonst noch so schön lästern wie über den Nahverkehr? Wer seine S-Bahn-Erlebnisse übrigens mit Fakten untermauern möchte, dem sei die Website: www.s-bahn-chaos.de zu empfehlen. Dass man nicht alleine mit seinen Problemen da steht wird auch schnell klar – und zwar spätestens nach Feierabend  wenn die Spiele wieder von neuem beginnen.

 

Train arriving in the station

So dynamisch wie auf diesem Bild, sind die Stuttgarter
S-Bahnen leider nicht immer unterwegs.

Phrasendreschen par Excellence

Print

Claims bzw. Slogans sind eine ganz wunderbare Sache, denn viele Unternehmen fragen sich nicht selten „Bin ich schon drin?“ (AOL) oder habe ich gerade das Nachsehen? Um seine Marke besser zu positionieren, sollte man sich nicht zurückhalten, sondern lieber nach dem Motto „Just do it!“ (Nike) handeln. Denn der Claim bzw. Slogan verdeutlicht das, was das Unternehmen oder die Marke mit seinen Kompetenzen und Werten auszeichnet. „Nicht immer, aber immer öfter“ (Clausthaler), behaupte ich. Sicher ist: Eine klare und direkte Sprache sowie eine schlichte, aber prägnante Aussage ergeben einen guten Claim bzw. Slogan. Man könnte auch sagen: „Weil einfach einfach einfach ist.“ (Simyo)

Was wäre also naheliegender, als das Beispiel von Volkswagen „Das Auto.“ Nun denken Sie vielleicht „Ich bin doch nicht blöd“ (Media Markt) – das kann ich doch auch!  Dann legen Sie los: „Nichts ist unmöglich.“ (Toyota) Achten Sie jedoch darauf, dass Sie sich nicht allzu sehr verzetteln. So geschehen bei Douglas, deren Slogan „Come in and find out“ zum anglizistischen Eigentor wurde. Von vielen übersetzt als „Komm rein und finde wieder raus“ rückt für die Macher dieses Glanzstückes „Ein Platz an der Sonne“ (ARD-Fernsehlotterie) wohl in ganz weite Ferne. Das aber auch ein (d)englischer Slogan nicht so ganz das Wahre ist, hat Schlecker mit „For You. Vor Ort“ bewiesen. Aber lassen wir das lieber.

Wenn Sie nun völlig verunsichert sind und lieber „Bitte ein Bit“ (Bitburger) bestellen würden – aber immerhin davon überzeugt sind: „Wir können alles, außer Hochdeutsch“ (Baden-Württemberg) – dann habe ich hier noch einen Geheimtipp für Sie: Sie wollen einen neuen Claim bzw. Slogan, sind aber gerade etwas knapp bei Kasse und nicht sicher, ob Sie ihre letzten Rechnungen „Schon GEZahlt“ (GEZ) haben? Dann lassen Sie sich doch von einem kostenlosen Claim Generator inspirieren: www.sloganmaker.de

„Vorsprung durch Technik“ (AUDI), wird hier noch groß geschrieben. Ein Algorithmus erledigt Ihre Denkarbeit und das in bester Schwabenmanier dazu noch ganz umsonst! „Geiz ist Geil“ (Saturn) ist schließlich Trumpf. Immer mit dem Ziel „Da werden Sie geholfen“, (Auskunft 11880) erhalten Sie nach Eingabe ihres Firmennamens bzw. Produkts skurrile, lustige und nicht selten peinliche Claim-Vorschläge. „Geht nicht gibt’s nicht“, (Praktiker) scheint hier das Motto zu sein. Aber mehr will ich an dieser Stelle auch nicht verraten. Probieren Sie es doch selbst und „Bild Dir Deine Meinung (Bild).“

Sollten Sie mit den Vorschlägen nicht zufrieden oder auch einfach der Typ sein, der eher nach dem Credo handelt „Weil ich es mir wert bin“ (L’Oréal) dann wenden Sie sich doch an uns. Denn: „Da weiß man was man hat.“ (Persil)

Hirn aus, Photoshop an – Die großen fünf Photoshop-Pannen

Auch wir bei der PresseCompany jagen Foto für Foto durch unser geliebtes Photoshop. Hier mehr Licht, da ein Pickel weg, der Himmel könnte auch etwas mehr Blau vertragen. Manchmal kommt es jedoch vor, dass gewisse Umstände (Kaffeemaschine defekt, Freitagabend 17.45 Uhr, nur ein Auge zur Verfügung, da Piraten-Tag im Büro usw.)  dazu führen, dass auch den penibelsten Art-Direktoren mal Fotos durchrutschen. Und zwar solche, die das Tageslicht der Welt besser nicht erblickt hätten.

Et voilà – das „Photoshop Desaster“ ist passiert. Spott und Häme lassen nicht lange auf sich warten – zahlreiche Blogs im Internet haben sich auf die Sammlung dieser Pannen spezialisiert.

Unserer sechsäugigen Grafik-Unit kann so etwas natürlich nie, nie, nie passieren. Anderen anscheinend schon. Schauen wir uns die großen fünf Photoshop-Pannen mal etwas genauer an.

  1. Der Klassiker: Die Geisterhand

Beispiel 1_cgNach langer Suche scheint das perfekte Foto des Models endlich gefunden. Wenn doch nur nicht dieser Typ neben ihr stehen würde. Aber keine Panik, gewitzte Photoshop-Experten schneiden das Model aus, suchen ein Foto mit dem passenden Hintergrund, jetzt noch ein bisschen Feinarbeit, anpassen, rumschieben, speichern, verpacken, und zack in die Druckerei geschickt. Der blinkende Anrufbeantworter und das überquellende Mailpostfach am nächsten Tag versprechen nichts Gutes.

Da hätte es sich wohl gelohnt, lieber nochmal genauer drüber zu schauen, ob der Kunde sein Top wohl mit zugehöriger Geisterhand verkaufen konnte?

  1. Proportionen des Grauens

Beispiel 2_cg

Oft wird in der Werbeindustrie auf sogenanntes „Stock-Material“ zurückgegriffen. Das bedeutet, Bilder werden dem Auftrag entsprechend aus Datenbanken gekauft, bearbeitet, erweitert und/oder zusammengeschnitten. Bei der folgenden brasilianischen Bierwerbung ging perspektivisch offensichtlich ganz gehörig etwas schief. Da wurden wohl hastig die im Büro fotografierten Hände der Sekretärin ins Stock-Bildmaterial eingearbeitet.

 

  1. Klonen geht schief oder: Wenn die Grafik früher Feierabend machen will

Beispiel 3_cg

„Stadtreinigung Hamburg Episode 2 – Angriff der Klonkrieger“.

 

 

 

Wir drücken die Daumen für das Hamburger Klonprogramm, hoffen jedoch lieber auf einen milden Winter.

  1. Von Licht und Schatten

Beispiel 4_cgLicht spielt bei Fotos natürlich immer eine große Rolle. Da macht sich der Fotograf wochenlang Gedanken über Sonnenverlauf, wie variiert die Tageszeit, das Wetter, die  Verschmutzung der Luft, die Farbtemperatur? Seiten- oder Streiflicht?  Das Foto ist im Kasten, die Grafiker bauen Elemente ein, machen es druckfertig. Doch kurz nach der Deadline dämmert es in der Agentur: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Ups, vergessen. So geschehen bei den Personen in einer Anzeige des Automobilherstellers Skoda.

  1. Lorem Ipsum, das kleine Latinum der Grafik

Beispiel 5_cg

Text und Bild arbeiten bei der PresseCompany Hand in Hand. Wenn der Text mal länger braucht, bietet es sich an, die Grafik mit einem sogenannten Blindtext zu füllen, meist eine pseudolateinische Wortaneinanderreihung wie: „Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing at, sed diam voluptua.“

So weit – so platzfüllend. Blöd jedoch, wenn die Grafik ungesehen in den Druck gegeben wird und so alle Schranken des gesunden Menschenverstands passiert.

Die großen fünf Photoshop-Pannen zeigen, dass professionelle Bildretuschen oft unbemerkt bleiben – manchmal aber auch so richtig danebengehen. Bei der Bildbearbeitung geht es nicht nur um die technische Machbarkeit, sondern auch um Perspektiven, Größenverhältnisse, Lichteinfall und die Liebe zum Detail. Denn Futter für unterhaltsame Webseiten, wie z.B. photoshopdisasters.com gibt es aus unserer Sicht bereits genug.

 

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